AKKU-Pritsch | RP-Artikel zum 40-Jährigen vom 14.06.2013

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Hobby-Volleyballer sind 40 Jahre zusammen

VON MARCEL ROMAHN - zuletzt aktualisiert: 14.06.2013

Bilk (RP). Das Alter spielt dabei keine Rolle: Gespielt wird in Bilk generationenübergreifend.

Nach Feierabend geht es für die Banker, Lehrer, Ingenieure und Studenten in der Sporthalle der Hulda-Pankok-Gesamtschule erst richtig los: Jeden Montagabend ab 20 Uhr treffen sie sich dort zum Training des Volleyball-Vereins "Akku Pritsch", und das schon seit mehr als 40 Jahren.

Ein weiter Aufschlag über das Netz und dann pritschen, blocken und baggern – in Zweierpaaren üben die Hobbysportler die wichtigsten Schläge. Angeleitet werden sie von Spielern, die bereits einige Wettkampferfahrung gesammelt haben. Danach gibt es immer ein offenes Trainingsspiel, bei dem sich die Teams fleißig untereinander anfeuern. Der Kampfgeist ist geweckt, Leistungsdruck gibt es hier jedoch nicht. "Der Spaß steht im Vordergrund", sagt Vereinsmitglied Jürgen Wilbert. "Wir wollen die Freude an dieser Sportart vermitteln und den Teamgeist fördern."

Der Zusammenhalt der Gruppe ist unverkennbar. Sowohl die Aufwärmpaare als auch die Mannschaften sind generationenübergreifend durchmischt: die Jüngsten sind 20-jährige Studenten, der älteste Senior "Kalle" dagegen ist stolze 80 Jahre alt. Anna Hansen gehört zu den Jüngeren im Team. "Der Altersunterschied ist vollkommen egal", so die 26-Jährige. "Die Stimmung ist jedes Mal super. Außerdem ist das für uns alle eine gute Gelegenheit, sich nach einem stressigen Tag fit zu machen."

Das Team "Akku Pritsch" schaut auf eine lange Tradition zurück. Der Verein wurde 1973 gegründet. Durch eine Zeitungsanzeige in der Rheinischen Post fanden sich schnell viele Mitglieder, anfangs sogar mehr als 30 Spieler. "Während der vier Jahrzehnte gab es jedoch durch Umzüge oder Verletzungen einiger Spieler immer wieder Ausfälle", sagt Vereinssprecher Peter Honermann. "Aber heute stehen wir mit 18 Mitgliedern sehr gut da." Nachwuchsprobleme gebe es keine, neue Interessenten seien aber stets herzlich willkommen. An regulären Wettkämpfen nimmt das Team nicht teil, dafür aber an frei ausgeschriebenen Turnieren, ganz ohne Zwang und mit der olympischen Devise: "Dabei sein ist alles".

Momentan spielt die Mannschaft wieder in der kleinen Halle der Schule, wo sie damals auch angefangen hat. Zuvor durften sie die benachbarte moderne Großraumhalle nutzen, mussten dann aber der Frauen-Vereinsmannschaft vorübergehend weichen. "Dort würden wir gerne wieder hin", so Honermann. "Dann hätten wir auch mehr als ein Feld zur Verfügung." Bis dahin spielt "Akku Pritsch" jeden Montagabend von 20 Uhr bis 22 Uhr an der Brinckmannstraße 16.

Quelle: RP online


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