AKKU-Pritsch | NRZ-Artikel zum 40-jährigen Jubiläum vom 22.06.2013

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Der "Akku" wird seit 40 Jahren nicht leer

Alles begann mit einem Inserat in der NRZ. "Volleyball erlernen und spielen, frei von Leistungsdruck und Vereinsmeierei", so stand’s in der NRZ Düsseldorf vom 4. April 1973. Gleich unter einer Werbung für Rasendünger, daneben warb eine Stempelfabrik und Gravieranstalt. Und ganz unten war zu lesen: "Eine Kleinanzeige hilft dir!" Den Volleyballern hat sie jedenfalls nachhaltig geholfen. Am gestrigen Freitagabend trafen sich Aktive und Ehemalige der Freizeit-Sportgruppe "Akku Pritsch" im Vereinsheim von TuSa 06 an der Fleher Straße und feierten ihr 40-jähriges Bestehen.

Jürgen Wilbert war damals der Initiator der ganzen Geschichte. "Interessenten willkommen", hatte er in die Anzeige geschrieben und in die Turnhalle des Helene-Lange-Gymnasiums an der Brinkmannstraße eingeladen – für montags, 20 bis 22 Uhr. Der Montags-Termin gilt heute noch. Woche für Woche treffen sich die Volleyballer um die gleiche Zeit zum gemeinsamen Spiel – alles aus Spaß an der Freude und nach wie vor ohne einem Verein anzugehören.

Peter Honermann stieß nach etwa zwei Wochen zum Gründungs-Quartett um Jürgen Wilbert. Inzwischen sind die beiden Freunde. Honermann spielte damals Tischtennis bei TuSa, fand dann aber so viel Gefallen am Volleyball, dass er seitdem dabei geblieben ist. Wilbert war als Helfer bei den olympischen Spielen 1972 in München zum Fan dieses Sports geworden. "Was die Japaner und die Mannschaft der DDR da gezeigt haben, das hat mich fasziniert". In Anlehnung an das Team aus dem damals "anderen" Deutschland, wo viele Vereine "Dynamo", "Lokomotive" oder "Energie" hießen, kam er auf den Namen "Akku" für seine Freizeit-Truppe.

Vieles hat sich geändert seit jenen Anfangstagen, aber der Name und die Freude am Sport sind geblieben. Viele Mitspieler sind älter geworden, aber immer wieder kamen jüngere hinzu. Knapp 20 Mitglieder sind’s zur Zeit, Alter von Mitte 30 bis 80. Um die zwölf kommen jeden Montag zum Training, so dass mit zwei Sechserteams "anständige" Spiele möglich sind. Wilbert, ein ausgebildeter Sportlehrer: "Derzeit gilt sogar ein Aufnahmestopp. Wir können schließlich nicht zu viele werden."

Was sich die "Akkus" wünschen? Sie würden gerne wieder in die größere Halle der Hulda-Pankok-Gesamtschule umziehen. Dort waren sie früher einmal zu Hause, und dort ist die Decke nicht so niedrig wie in der kleineren Halle, was bei hohen Bällen schon mal lästig werden kann. Und natürlich dies: Dass der "Akku" nie leer wird!

Walter Brühl

Quelle: NRZ online


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